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Prof. Dr. Kurt Pätzold
03. Mai 1930 - 18. August 2016


Nach schwerer Krankheit ist Kurt Pätzold in Berlin gestorben. Er war einer der profiliertesten Historiker in Deutschland.
Mit seinem Tod verliert die Welt einen herausragenden Gelehrten.
Auch nach der unwürdigen Entlassung aus der Humboldt-Universität durch westdeutsche Beamte 1992 setzte Kurt Pätzold seine hochproduktive Forschungs-, Publikations- und Vortragstätigkeit fort.
Er gründete 1992 mit Gleichgesinnten die Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e.V. Diese Organisation, deren historisch-kritisches Profil Kurt Pätzold als Vorstandsmitglied prägte, vereint Historiker aus dem In- und Ausland. Seinem Engagement ist es wesentlich zu danken, daß die Berliner Gesellschaft den auch von Kurt Pätzold formulierten Anspruch, dem mächtigen "mainstream" revisionistischer Geschichtsschreibung ein seriöses Geschichtsbild entgegen zu setzen, gerecht werden konnte.
Die Berliner Gesellschaft war immer stolz darauf, den wohl bedeutendsten deutschen Faschismusforscher in ihren Reihen zu wissen.
Wir werden das Andenken an Kurt Pätzold in Ehren halten und unsere Arbeit in seinem Sinne fortsetzen.
In dieser schweren Zeit sind unsere Gedanken bei den Angehörigen.

Der Vorstand der Berliner Gesellschaft im Namen aller Mitglieder

Dr. Susanne Willems - Dr. Martin Seckendorf - Klaus Woinar

Veranstaltungen


Berliner Freunde der Völker Russlands e. V.,
Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e. V.,
Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin e. V. - in Kooperation mit dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur


Vor 75 Jahren: Der Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion - Beginn des Großen Vaterländischen Krieges der Völker der UdSSR - Sachverhalte - Wertungen


Wissenschaftliches Kolloquium
Mittwoch, 15. Juni 2016 14.00 - 19.00 Uhr
Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur,
Berlin,Friedrichstraße 176/179, Glinka-Musik-Salon, 6. Etage

Programm
14.00 Uhr Eröffnung, Begrüßung, Einführung - Prof. Dr. Horst Schützler
Grußworte
14.20 bis 16.30 Uhr 1. Teil. Der Überfall - Beiträge und Diskussion
  • Prof. Dr. Manfred Weißbecker (Historiker, Jena): Russophobie in der ideologischen Kriegsvorbereitung der deutschen Faschisten

  • Dr. Martin Seckendorf (Historiker, Berlin): Die Kriegsplanung der deutschen Führung zum Überfall auf die Sowjetunion - im Entstehungsprozess

  • Prof. Dr. Horst Schützler (Historiker, Berlin): Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag 1939 - Wirkung und Wertung im heutigen Russland

  • Werner Fischer (Militärhistoriker, Berlin): Der "geheime Krieg" der Geheimdienste am Vorabend des Krieges

  • Diskussion

16.30 - 16.50 Uhr Kaffee-Pause

16.50 bis 19.00 Uhr 2. Teil: Vor Kriegsbeginn - Beiträge, Diskussion
  • Prof. Dr. Boris l. Chawkin (Historiker, Moskau): Die Sowjetgesellschaft am Vorabend des Krieges (Kriegsstimmung?)

  • Prof. Dr. Juri A. Nikiforow (Historiker, Moskau): Das sowjetische Rüstungspotential - Entwicklung und Stand bei Kriegsbeginn. (Präventivkriegsvorbereitung?) Wertungen in Russland

  • Diskussion

  • Schlussbemerkungen (Prof. Dr. Manfred Weißbecker)


Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung nicht erforderlich.